BEGEGNUNG – Themen der einzelnen Szenen
Einsiedeln ist seit bald 1200 Jahren ein Ort wertvoller Begegnungen. Dies wird in der Illumination im Januar 2027 in sieben Szenen zum Thema gemacht. Ausgehend von der Heiligen Schrift und der Benediktsregel als Grundlagen des benediktinischen Lebens im Kloster Einsiedeln werden sieben Szenen gezeigt, welche das Thema «wertvolle Begegnungen» konkretisieren.
Die Lichtkünstler von «Lumine» werden diese sieben Szenen auf kreative Weise in wunderschöne und stimmungsvolle Bilder umsetzen. Die Arbeiten dafür laufen auf Hochtouren, folglich stehen die nachfolgenden Beschreibungen noch nicht für das definitive Werk – geben aber schon eine Ahnung davon. Und vor allem: Sie zeigen, dass sich der Besuch der Illumination Kloster Einsiedeln vom 8. bis 23. Januar 2027 garantiert lohnt!
Begegnung im Anfang: Schöpfung als Zeichen der Gemeinschaft
Das erste Bild setzt auf eine theologische Aussage, aus der sich alle weiteren
Begegnungen ableiten: Begegnung ist in der Schöpfung und in der Heilsgeschichte grundgelegt. Sie ist fundamentales Prinzip des christlichen Glaubens: Gott sucht die Begegnung im Gegenüber seiner Schöpfung und er sucht die Begegnung mit dem Menschen in der Menschwerdung Jesu Christi, seines ewigen Wortes.
Begegnung im Ursprung: Leben des heiligen Meinrad
Ausgehend von der Vita des hl. Meinrad (verfasst um 900) werden Episoden aus seinem
Leben gezeigt, welche die Begegnung mit Menschen zum Thema haben: Empfang von Ratsuchenden und Armen, Gastfreundschaft von Pilgern, Aufnahme der beiden letzten Besucher. Das Leben des hl. Meinrad (um 800-861) zeigt, dass Gastfreundschaft ein konkreter Vollzug des christlichen Glaubens ist und in Einsiedeln eine lange Tradition hat.
Begegnung als Gottesdienst: Benediktinische Gastfreundschaft
Die sprichwörtliche benediktinische Gastfreundschaft ermöglicht wertvolle Begegnungen im Kloster. Grundlage dafür ist das christliche Verständnis von Gastfreundschaft: Es ist Gottesdienst, weil im Fremden Gott aufgenommen und geehrt wird. Der heilige Benedikt nimmt dieses Ethos in seine Regel auf. So wird die Gastfreundschaft zum Dienst an und für die Gemeinschaft.
Begegnung mit dem Heiligen: Pilgern nach Einsiedeln
Das Aufbrechen aus dem gewohnten Kontext und Alltag und das Unterwegssein zu einem heiligen Ort ist universales Motiv des Pilgerns, wie es sich in vielen Weltreligionen findet. Zwar kennt die katholische Tradition eine Fülle von heiligen Orten, die Ziel von Wallfahrten sind, doch hat das christliche Pilgern im Unterwegssein an sich immer auch ein wichtiger Glaubensvollzug gesehen: Bereits unterwegs geschieht Wandlung und Begegnung mit Gott, der an der Seite des Menschen geht. Auf dem Pilgerweg geschieht Begegnung: mit Gott, der Schöpfung, den Mitmenschen, mit sich selbst.
Begegnung als Lernprozess: junge Menschen bilden
Die Einsiedler Klostergeschichte kennt eine sehr lange und bis heute ausgeprägt lebendige Tradition der Bildung junger Menschen. Aus der kleinen Schule für den klösterlichen Nachwuchs entstand ein grosses Gymnasium, das heute junge Menschen basierend auf dem christlichen Gottes- und Menschenbild, der humanistischen Tradition und der benediktinischen Werte auf dem Weg ins Leben begleitet.
Begegnung als Beitrag zum Frieden: Einheit in Vielfalt
In einer Welt, in der viele Begegnungen konfliktbeladen sind und das zwischenmenschliche Leben dadurch belastet wird, sind benediktinische Werte als Beitrag zum Frieden in der Welt wertvoll. Die Betonung von Einheit in der Vielfalt, das versöhnte Nebeneinander von unterschiedlichen Charakteren sowie Grundhaltungen wie Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Toleranz, Masshalten und Demut können in der Begegnung von Menschen zum Frieden beitragen und die Welt ein Stück heller machen.
Begegnung als letztes Ziel: Eingehen ins Licht
Die Illumination 2027 schliesst mit einem spirituellen Thema: der Vollendung der Schöpfung in Gott, wie es die Offenbarung des Johannes, das letzte Buch der Bibel schildert. Letztes Ziel der Schöpfung ist die Begegnung mit dem Gott des Lebens, der alles in Allem sein wird. Die letzte Begegnung ist das Eingehen in das Licht und den Frieden Gottes.


Worum ging es bei der Illumination Kloster Einsiedeln 2025?
Hier erfahren Sie mehr über die Geschichten der einzelnen Szenen.








Organisation
Mit der Gründung des Vereins «Illumination Kloster Einsiedeln» wurde ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur erstmaligen Umsetzung im Januar 2025 gelegt. Der Verein bezweckt die regelmässige Organisation des Licht-Events, die Steigerung der Standortattraktivität, die Zusammenführung verschiedener Leistungsträger sowie das Schaffen und Erhalten eines neuen kulturellen und künstlerischen Angebots in der Region Einsiedeln.
Der Vereinsvorstand setzt sich aus regionalen Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, der Kultur, dem Kloster, der Politik, der Hotellerie und Gastronomie sowie dem lokalen Tourismus zusammen.

